
- Die Kinderjury beim Auszählen der Stimmen
Kinderrechtspreis
DENKMAL nach über KINDERRECHTE
Der Kinderrechtspreis - 1996 von der Kinderbeauftragten der Stadt ins Leben gerufen - ist eine von Kindern entworfene Plastik, die seit 2010 jährlich neu gestaltet wird. In den Jahren zuvor wurde eine Kugelplastik aus Flußsteinen als Wanderpreis übergeben.
Der Kinderrechtspreis wird an eine Person oder eine Institution übergeben als Anerkennung für einen beispielhaften Einsatz für die Rechte, Interessen und Bedürfnisse von Kindern. Der Preis ist mit 300 Euro dotiert. Die Übergabe findet im Gedenken an die Verabschiedung der UN-Kinderrechtskonvention im November 1989 am der Tag der Kinderrechte am 20. November statt. Eine Kinderjury entscheidet unabhängig über die Vergabe.
Vorschläge zur Preisvergabe werden das ganze Jahr über gesammelt. Diese Vorschläge sind einzureichen im Kinderbüro der Stadt Weimar, Platz der Demokratie 5, 99423 Weimar, e-mail: kinderbuero(at)stadtweimar.de
Kinder, die an der Kinderjury teilnehmen wollen, können sich ebenfalls im Kinderbüro melden.
bisherige Preisträger

- Familie Vogel
2011
Fussballferiencamp
Die Jury, die aus 7 Mädchen im Alter zwischen 8 und 10 Jahren bestand, hat sich für das Fussballcamp in Mellingen entschieden! Sport steht bei den Kindern immer noch hoch im Kurs und so ist es kein Wunder, dass Familie Vogel mit ihrem großartigen Ferienangebot den Kinderrechtspreis 2011 erhielt. Mädchen und Jungen zwischen 7 und 16 Jahren können im Fußballcamp ganz wie den Großen den Fußball auf professionelle Weise erleben: Mit Torschuss, Ballkontrolle, Passspiel, Tricks, Schelligkeit, Wendigkeit und Spielintelligenz - Punkte, die allesamt auf dem Trainingsplan stehen. Und damit die Abwechlsung in den fünf Tagen nicht zu kurz kommt, gibt es auch einen Badenachmittag. Außerdem wird das DFB Fußballabzeichen abgelegt. Ein unvergessliches Erlebnis, das fast eine Woche andauert und nicht selten Grundstein für neue Freundschaften ist. Das Fußballcamp bietet eine außergewöhnliche Gelegenheit für Kinder jeden Alters mehrere Fähigkeiten gleichzeitig zu erwerben: soziale Kompetenz, Sprotlichkeit und Gemeinschaftsgefühl.

- Steffi Engelstädter
2010
Ehemalige Kinderbeauftragte Steffi Engelstädter
Steffi Engelstädter hat das Kinderbüro aufgebaut und die Kinderbeauftragte als "Anwältin für die Kinder" in der Stadt etabliert. Sie hat Kinder und Eltern, Lehrer und Erzieher beraten und informiert und auch Fortbildungen für die Erwachsenen angeboten. Sie hat viel und oft mit Politikern gesprochen, dass diese die Interessen und Bedürfnisse von Kindern in der Politik berücksichtigen. Und sie hat mit ganz vielen Leuten zusammengearbeitet, damit sich die Lebensbedingungen für Kinder überall verbessern können.

- KSSV Victoria
2009
KSSV Victoria
Der Schulverein Schöndorf hat das Ziel, für alle Schöndorfer und darüber hinaus Möglichkeiten für eine sinnvolle Freizeitgestaltung anzubieten. Die sportlichen und kulturellen Angebote werden vor allem von den Kindern und Jugendlichen mit Begeisterung wahrgenommen. Eine so vielfältige und umfassende Arbeit ist ohne ehrenamtliches Engagement nicht möglich. Viele Übungsleiter verbringen ihre Freizeit beim Training mit den Kindern und Jugendlichen. Stellvertretend für Viele sollen drei Übungsleiter genannt werden: Conny Barthel, Sven Riese und Heidi Böttcher.

- Susann Murr und Jeannine Rothe
2008
Susann Murr und Jeannine Rothe
Susann Murr und Jeannine Rothe aus Bad Berka erhielten den ersten Preis.
Sie bemühten sich besonders um die Heilungschancen für ein leukämiekrankes Kind. Mit großem Engagement und vielen Helfern starteten sie eine Aktion zur Typisierung von Knochenmarkspendern. 70 000 Euro wurden gesammelt und 653 Spender für die Deutsche Knochenmarkdatei gefunden. Einige dieser Spender wurden schon dringend gebraucht, um Leben zu retten.

- Kinderschutzdienst Känguruh
2007
Kinderschutzdienst Weimar Känguruh
Worte eines Jungen, dem von Mitarbeitern des Kinderschutzdienstes geholfen wurde: „In meiner Familie habe ich viel Gewalt durch meinen Stiefvater erlebt, deshalb lebe ich seit April 2004 im Kinderheim. Über das Jugendamt habe ich vom Kinderschutzdienst erfahren. Der Kinderschutzdienst hat mir geholfen, dass ich in Kontakt mit meiner Mutter bleiben konnte. Frau Görg vom Kinderschutzdienst stand mir die ganze Zeit beim Strafprozess gegen meinen Stiefvater zur Seite. Sie hat mir alles erklärt und geholfen, einen Rechtsanwalt für mich zu finden. Sie hat mir auch vor der Gerichtsverhandlung das Gericht gezeigt. So hatte ich keine Angst vor der Verhandlung. Der Kinderschutzdienst hat auch geholfen, dass meine drei kleinen Geschwister geschützt wurden, und wir jetzt alle zusammen im Kinderheim leben. Es wäre toll, wenn der Kinderschutzdienst den Kinderrechtspreis gewinnen würde.“

- Herr Hartmut Tuckermann
2006
Hartmut Tuckermann
Herr Tuckermann ist in einem besonderen Spielzeugladen zu finden, und zwar im Eisfeld 6. Der Laden ist wie ein Wunderland für Kinder gestaltet. Es gibt eine Kullerbahn und ein beleuchtetes Schloss, eine Burg und Klettermöglichkeiten, viele Bücher und Spielzeuge. Aber Kinder müssen hier nichts kaufen. Viele Kinder kommen nachmittags, um hier zu spielen. Manche jeden Tag. Auch der Hinterhof lädt mit Sandspielplatz, Schaukel und Einrädern zum Spielen ein. Die Kinder helfen mit im Laden. Es wird viel miteinander geredet. Auf diese Weise lernen die Kinder spielerisch die Welt der Erwachsenen kennen. Sie lernen mit Geld umzugehen und können selbst kleine Summen ansparen, weil sie als Geschäftspartner anerkannt sind. Kinder finden in Hartmut Tuckermann einen guten erwachsenen Freund, der sehr kameradschaftlich mit ihnen umgeht und dem sie sehr vertrauen.

- SOS Familienberatungsstelle und Familienzentrum
2005
SOS Familienberatungsstelle und Familienzentrum
Die Beratungsstelle bietet Kindern und Jugendlichen Hilfe und Unterstützung an, damit sie aus schwierigen Situationen einen Ausweg finden. Wenn ihnen z.B. die großen und kleinen Probleme mit den Eltern einfach über den Kopf wachsen, wenn es in der Schule nicht so gut klappt, wenn man einsam ist und keine Freunde findet oder wenn man ganz persönliche Fragen und Probleme hat. Im SOS-Familienzentrum können Eltern Rat und Hilfe bekommen: es wird Babymassage angeboten, Spielstunden für Kleinkinder, man kann sich treffen und über verschiedene Themen sprechen, es gibt Kurse in Selbstverteidigung für Mütter und Töchter und vieles mehr. Wenn es Eltern gut geht, dann geht es auch Kindern gut.Wichtig: alle Angebote sind kostenlos!

- Die Unicef-Arbeitsgruppe Weimar
2004
Die UNICEF-Arbeitsgruppe Weimar
UNICEF ist das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen. Es setzt sich vor allem für die Kinder in den ärmeren Ländern in Afrika, Asien und Südamerika ein. In vielen Städten Deutschlands gibt es UNICEF-Arbeitsgruppen, so auch in Weimar. Die UNICEF-Arbeitsgruppe Weimar besteht aus 12 Frauen, die sich für die Kinder in der Welt stark machen. Das bedeutet, sie sammeln Spenden und verkaufen UNICEF-Grußkarten. Bisher haben sie dabei etwa 25 000 Euro verdient. Dieses Geld wird dazu verwendet, die Lebensbedingungen der Kinder in ärmeren Ländern zu verbessern. Die Arbeitsgruppe organisiert auch viele Aktionen, die auf die Kinderrechte aufmerksam machen sollen. In Schulen wird vermittelt, wie der Alltag der Kinder in den ärmeren Ländern aussieht.

- Kinderzirkus Tasifan
2003
Der Thüringer Kinderzirkus TASIFAN
Tasifan steht als wichtiger Multiplikator bei der Integration von Kindern - auch und gerade von sozial schwachen und (geistig)behinderten Kindern. Tasifan bringt Projekte in Schulen, Lachen in Krankenhäuser und reist mit seinem Zirkus durch die Lande. Tasifan ist Treffpunkt, Schule, Cafe, Ausheulcouch und Training. Tasifan ist ein mobiler Kinder- und Jugendzirkus. Es gibt zirkuspädagogische Projekte der verschiedensten Art mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Tasifan ist ein Familienzirkus in jeder Hinsicht. Beim Arbeiten, Planen, Feiern und Nachdenken sind alle wichtig und gefragt…

- Die Station junge Naturforscher
2002
Die "Station junge Naturforscher"
Die Station Junger Naturforscher ist bei Generationen von Weimarer Bürgern bekannt und beliebt. Es ist ein Ort, den Kinder und Familien schätzen. Hier ist Vieles möglich: Kindergeburtstage und Klassenfeiern. In Arbeitsgemeinschaften und Kurse können Kinder lernen, sich in der Natur und im Gelände zu orientieren, Pflanzen zu bestimmen, Vögel zu erkennen. Sie bauen im Garten Blumen und Gemüse an. Nicht zu vergessen die Tiergehege mit den Klein- und Haustieren; aber auch Exoten und Schlangen sind zu finden. Für viele naturkundliche und ökologische Interessen gibt es kindgerechte Angebote.

- Hannelore Huschke
2001
Hannelore Huschke
Hannelore Huschke wohnt in der Nähe des Stadtteilhauses in der Lincolnstrasse. Nach einem Brand in dem Gebäude fielen ihr die Kinder auf, die traurig vor ihrem einstigen Domizil standen. Sie nahm Kontakt zur Hausleitung auf, half bei der Suche nach Provisorien, telefonierte mit Vereinen und Instanzen… Für die Einweihung nach der Sanierung sammelte sie Geld für eine Tischtennisplatte - ein weniger konfliktträchtiger Sport als das Fußballspielen bei enger Nachbarschaft. Dieses Engagement belohnte die Kinderjury mit dem Kinderrechtspreis.

- Dr. Dieter Wagner
2000
Dr. Dieter Wagner, Schöndorf
Spielen ist die Kultur der Kinder - ist der beste Weg, sich die Welt zu erobern. Spielplätze sind Orte, die den Kindern vorbehalten sind. Aber jeder weiß, dass diese Orte oft Ausgangspunkte für Grenzüberschreitungen im besten Sinne sind. In Schöndorf haben sich Kinder zum Spielen am Waldrand eingefunden. Sie bauten Hütten, spielten Indianer. Obwohl das Spielen auf diesen kommunalen Flächen erlaubt wurde, war nicht jeder der Anwohner damit einverstanden. Sie befürchteten Lärmbelästigung und Brandgefahr. Dr. Dieter Wagner unterstützte die Kinder in ihrem Spieldrang, gab ihnen manche wertvolle Tipps und setzte sich in Diskussionen für die Kinder ein. Ein würdiger Vertreter für den Kinderrechtspreis.

- Schule der Phantasie
1999
Kitaprojekt "Schule der Phantasie"
Zum Kindergarten ‚Zwergenland’ in Weimar-Schöndorf gehört der Verein "Schule der Phantasie". Die Kinder, die den Kindergarten besuchen, haben viele Möglichkeiten mit ihrer Phantasie und Kreativität umzugehen. Sie werden durch die Erzieherinnen des Kindergartens dabei sehr gefördert. Die Kinder können während ihres Aufenthaltes im Kindergarten die Ateliers und Werkstätten im der Einrichtung besuchen: Sie können mit den unterschiedlichsten Materialien umgehen, mit Ton und Steinen, mit Farben, Stoffen, Glas und Vielem mehr: So entstehen wunderschöne Bilder und Werke, die oft in Ausstellungen gezeigt werden. Die Kinder können experimentieren, mit Lupen und Fernglas die Welt erkunden. Auch gibt es ein Theater, in dem die Kinder Stücke proben, Kostüme herstellen...

- Der Bürgerrat mit Kindern vor Ort
1998
Bürgerrat "Nördliche Innenstadt"
Im Bürgerrat nördliche Innenstadt finden sich engagierte Bürger zusammen, die sich besonders für ihr nahes Wohnumfeld interessieren. Mit offenem Blick gehen sie durch ihr Wohngebiet, entdecken und registrieren Defizite und Verbesserungswürdiges. Der problematische Spielplatz an der Harry-Graf-Kessler-Schule war ein interessantes Projekt, um mit den entsprechenden Ämtern der Stadt Verbindung aufzunehmen und Verbesserungen einzufordern. Das ist gelungen. Besonders wichtig, dass die Schüler der Harry-Graf-Kessler-Schule in den Gestaltungs- und Entscheidungsprozeß eingebunden waren.

1997
Kindertagesstätte "Kinderland"
Der pädagogische Schwerpunkt der Arbeit in dieser Kindereinrichtung ist die Arbeit nach dem Situationsansatz. Den Kindern sollen Erfahrungen vermittelt werden, die ihnen ermöglichen, sich in aktuellen und zukünftigen Lebenssituationen zurechtzufinden. Die Tage im Kindergarten werden von allen Kindern gemeinsam gestaltet. Die Kinder lernen, sich in der Gruppe zu orientieren und ihren Platz zu finden. Sie können sich im Garten und allen Räumen frei, individuell und vielfältig bewegen. Das Spiel der Kinder ist wichtig. Außerdem lernen sie Regeln und Normen gemeinsam aufzustellen, oder sie zu verändern, wenn sie keinen Sinn mehr machen.

- Wielandgrundschule Weimar
1996
Aktionskreis Interkulturelles Lernen
Christoph Martin Wieland Grundschule
Der Aktionskreis Interkulturelles Lernen arbeitet mit dem Ziel, Fremdenfeindlichkeit, Vorurteile, Rassismus und Gewalt zu bekämpfen. Mit engagiertem Einsatz arbeiten Lehrer, Erzieher, Sozialpädagogen und Eltern gemeinsam mit den Kindern. Es gibt Unterrichtsprojekte zum Leben in anderen Kulturen, oft mit ausländischen Künstlern. Im Schülerclub 'Kinderwerkstatt' kann man unter mehr als 20 Kursen wählen. Aber auch Lehrerfortbildung und das Ausleihen von Materialien werden angeboten.


